Was ist Stress überhaupt?

Als Stress wird in unserer heutigen Zeit meistens der Zustand bezeichnet, wenn wir viel zu tun haben und etwas in kurzer Zeit durchführen müssen. Oder wenn wir einfach etwas erledigen müssen, was von uns als unangenehm empfunden wird. Wir fühlen uns dann nicht so frei und unbeschwert, denn lieber machen wir Dinge, die uns liegen. Und da kann man schon den Ursprung finden, warum uns etwas stresst.

Definition Stress

Der Begriff „Stress“ wurde erstmals in der Werkstoffkunde verwendet, um die Haltbarkeit von unterschiedlichen Stoffen zu benennen, bevor diese durch eine Belastung nachgeben. Daher ist die eigentliche Bedeutung das Wortes Stress mit der Begrifflichkeit BELASTUNG gleichzusetzen.

Nun kommen wir zu dem, was uns stresst beziehungsweise belastet. Wenn wir selber etwas gerne machen und dies sogar mit Freude ausführen, sei es zum Beispiel Kochen, Einkaufen oder eine Tätigkeit bei der Arbeit, dann nehmen wir die Aufgaben als angenehm wahr und empfinden dabei augenscheinlich keinen Stress. Was aber eben bei den Dingen, die wir nicht gerne machen, plötzlich als Stress spürbar ist. Wenn dann noch etwas dazu oder dazwischen kommt, potenziert sich der empfundene Stress weiter nach oben und wir spüren eine negative Belastung. Dabei sinkt unsere Laune ins bodenlose und wir wirken gereizt.

Zwei Kategorien von Stress

Auf der einen Seite steht der Eustress, das ist ein positiver Stress, den wir als solchen nicht direkt wahrnehmen. Wir schütten dabei mehr Glückshormone aus. Diese Hormone machen uns EUphorisch. Deswegen auch EUstress. Also ist das für uns eine angenehme Belastung, die uns sogar Spaß macht. Dazu gehören zum Beispiel Fußball spielen oder Radfahren. 

Auf der anderen Seite und nicht als angenehm empfunden ist Stress, der als Distress bezeichnet wird. Also negativer Stress, der unserem ganzen Organismus zusetzt und bei anhaltender Dauerbelastung unter Umständen sogar zum Tod führen kann, wenn man keinen Ausgleich schaffen kann. Das DI kommt aus dem Englischen und steht für DIE, TOD.

Nun wirst du sagen, dass das Leben halt nicht immer rosig sein kann und jeder auch diesen Distress aushalten muss. Ja, da gebe ich dir unbestritten recht und unterschreibe dir auch sofort diese Aussage.

Ein Gleichgewicht schaffen

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Nun kommt aber das Schwere an dem ganzen STRESS und dem Glücklich werden. Wir müssen dauerhaft ein Gleichgewicht schaffen. Wir müssen also beide Waagschalen erst einmal ausgleichen und wenn möglich sogar die Waagschale für euphorischen Stress mehr befüllen als die negative Seite, also das Ungleichgewicht zugunsten der positiven Seite beeinflussen. Nun gibt es viele gute Ratschläge und Bekundungen: „…mach etwas für dich!“ „…mach etwas was dir Spaß macht!“ Aber wie soll man genau raus finden, was einem wirklich Spaß macht und was nicht?!  Manchmal ist dies schwierig, weil man sich als Mensch natürlich auch stressigen Situation automatisch anpasst.

Ich empfehle an dieser Stelle sich einfach ein kleines Notizbuch zu besorgen und immer einen Stift griffbereit zu halten. Jetzt kommt der wohl entscheidendste Teil des Ganzen. Du musst Dir notieren, was du machst und wie du dich dabei fühlst. Aber ehrlich zu Dir sein. Hat dir der Abwasch eher das Gefühl gegeben Dich zu belasten? War es für Dich anstrengend, sich auf Deine Steuererklärung zu konzentrieren? Notiere alles! Auch den Umgang mit Deinen Mitmenschen. Mache dann hinter Deine Notiz Gesichter (kleine Smileys), von lächelnd bis betrübt. Daran erkennst Du, welche Aufgabe Dir Spaß macht und welche nicht.

 

Plane Deinen Tag

Nun geht es an das Gleichgewicht herstellen, plane Dir Deinen Tag! Ja planen. Nimm Dir Dein Notizbuch zur Hand und mache Dir daraus eine Liste mit den Gesichtern und deren Aufgaben dahinter. Jetzt kommt noch ein Tagesplaner oder gar noch besser ein Wochenplaner ins Spiel. Mit dem Planer und Deiner Liste erstellst Du Dir Deine Tage bzw. Wochenabläufe und achtest am Anfang darauf, dass die positiven Gesichter die gleiche Anzahl wie die Negativen haben. Aber achte vor allem darauf, dass Deine Tage nicht zu voll sind, sonst geht das nach hinten los.

Wenn Du es richtig angehst, wirst Du relativ schnell merken, dass nach einer gewissen Zeit selbst die ungeliebten Aufgaben leichter von Hand gehen und sogar mit ein wenig Glück sogar zu geliebten Aufgaben werden. Dies kann durchaus vorkommen, da Du durch den vorherigen geplanten Ausgleich schon weißt, dass einer vormals ungeliebten Aufgabe eine geliebte Aufgabe folgt und Du Dich schon darauf freuen kannst.

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht zu sehr verwirrt und Du beherzigst zeitnah alle oben genannten Ratschläge.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du uns gerne schreiben. Wir werden Dir innerhalb von 24 Stunden antworten.

In diesem Sinne sage ich: Bis bald!

Michael